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Tieflader oder Teleskoptieflader: die richtige Wahl

Veröffentlicht 6 Min. Lesezeit
Ausziehbarer Femmerr Tieflader aus der Vogelperspektive

Teleskoptieflader können mehr als feste Auflieger – bis auf zwei Punkte: Sie wiegen mehr und kosten mehr. Dieser Handel lohnt sich erstaunlich oft, aber nicht immer. Entscheidend ist, welcher Anteil Ihrer Arbeit wirklich lang ist.

Was der Auszug tatsächlich bringt

Eine Teleskopladefläche lässt den Auflieger wachsen, typischerweise um bis zu sechs Meter, sodass lange Ladung auf der Ladefläche liegt statt überzustehen. Überstand löst Begleitfahrzeuge, Kennzeichnungen und Streckenbeschränkungen aus – wer ihn vermeidet, spart auf jeder Fahrt.

Außerdem lassen sich zwei kürzere Maschinen in einer Fahrt transportieren, wo ein fester Auflieger zweimal fahren müsste. Bei passender Auftragslage rechnet sich allein das innerhalb einer Saison.

Was er auf jeder anderen Fahrt kostet

Teleskopmechanik, zusätzliche Trägerlänge und die Verstärkung rund um den Auszug erhöhen das Eigengewicht. Dieses Gewicht geht auf jeder Fahrt direkt von der zulässigen Nutzlast ab, auch auf den kurzen.

Hinzu kommt der Wartungsaufwand: Gleitflächen, Verriegelungsbolzen und der zugehörige Hydraulikkreis brauchen Aufmerksamkeit, die eine feste Ladefläche schlicht nicht verlangt.

Die Frage, die es entscheidet

Betrachten Sie ein ganzes Transportjahr, nicht den eindrucksvollsten Auftrag. Übersteigt mehr als etwa ein Viertel Ihrer Ladungen die Ladeflächenlänge eines festen Tiefladers, rechnet sich der Teleskopauflieger. Sind es eine Handvoll Aufträge im Jahr, ist es meist günstiger, genau diese Fahrten zu vergeben, als zwölf Monate lang das Mehrgewicht mitzuschleppen.

Die Lenkung ändert die Antwort erneut

Sobald ein Auflieger lang ist, wird die Lenkung von der Option zur Voraussetzung. Selbstlenkende Achsen folgen der Zugmaschine mechanisch und eignen sich für planbaren Straßeneinsatz. Hydraulische Lenkung wird aktiv gesteuert und erlaubt deutlich engere Manöver und präzises Positionieren vor Ort.

Für Wind, Infrastruktur und alles, was auf einer ländlichen Zufahrt endet, ist hydraulische Lenkung auf einem Teleskoptieflader die Kombination, die den Auftrag wirklich abschließt.

Eine vernünftige Grundregel

Wenn Ihre Arbeit überwiegend aus Maschinen unter 13 Metern besteht und Nutzlast zählt, kaufen Sie einen festen Tieflader und investieren die Ersparnis in Achsen und Ausstattung. Ist Ihre Arbeit lang, wechselnd oder projektgetrieben, kaufen Sie den Teleskopauflieger mit hydraulischer Lenkung und betrachten das Eigengewicht als Preis dafür, nie einen Auftrag ablehnen zu müssen.

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