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Betrieb

Eine praktische Wartungscheckliste für Tieflader

Veröffentlicht 5 Min. Lesezeit
Femmerr Auflieger bei der Wartung in der Werkstatt

Tieflader fallen auf vorhersehbare Weise aus. Fast jeder ungeplante Stillstand lässt sich auf etwas zurückführen, das eine kurze, disziplinierte Inspektionsroutine Wochen früher entdeckt hätte.

Vor jeder Fahrt

Fünf Minuten, immer in derselben Reihenfolge, damit nichts übersprungen wird.

  • Reifendruck sowie sichtbare Flanken- und Profilschäden
  • Beleuchtung, Blinker und Warntafeln
  • Luft- und Elektroleitungen auf Scheuerstellen und festen Sitz
  • Rampen und Verriegelungsbolzen vollständig eingerastet und gesichert
  • Zurrmittel, Ketten und Spanner auf Verschleiß, Schnitte oder Verformung

Monatlich

Das Intervall, in dem sich anbahnende Fehler sichtbar werden, bevor daraus Ausfälle werden.

  • Hydraulikschläuche und -zylinder auf Schwitzstellen, Scheuern oder Korrosion an Verschraubungen
  • Federungsbuchsen, Luftbälge und Stoßdämpfer auf Spiel oder Undichtigkeit
  • Belagstärke sowie Zustand von Scheiben oder Trommeln
  • Funktion und Getriebeschmierung der Stützwinde
  • Ladeflächenholz auf Fäulnis, Delamination oder lose Befestigungen

Jährlich

Prüfung auf Werkstattniveau, idealerweise zusammen mit der Hauptuntersuchung.

  • Schweißnähte an Hauptträgern und Querträgern auf Risse prüfen, besonders am Übergang zum Schwanenhals
  • Vollständige Bremsprüfung und Achsvermessung
  • Druckprüfung der Hydraulik und Ölwechsel
  • Korrosionsprüfung sowie Lack- oder Beschichtungsinstandsetzung
  • Alle Zertifikate und Ladungssicherungsunterlagen prüfen und aktualisieren

Die drei kritischen Schwachstellen

Risse in den Schweißnähten am Übergang zum Schwanenhals sind am gefährlichsten und am wenigsten sichtbar. Sie wachsen langsam unter zyklischer Belastung und gehören gezielt inspiziert, nicht nebenbei.

Hydraulikleckagen sind die häufigste Ursache dafür, dass ein Auflieger tagesaktuell aus dem Verkehr gezogen wird – und sie kündigen sich fast immer durch schwitzende Verschraubungen an.

Das Ladeflächenholz wird am meisten vernachlässigt. Fauler oder delaminierter Belag verringert die Reibung unter den Ketten und untergräbt still die gesamte Ladungssicherungsberechnung.

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